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Arbeitsorganisation - Überblick

Grundsätze einer Führungskraft:
… kein Suchvorgang darf länger als eine Minute dauern,…

… keine Besprechung darf länger als eine Stunde dauern…

In Zeiten der "Allverfügbarkeit" bedingt durch Handy, E-Mail auf der einen Seite und dem stetigen Anstieg der Aufgabenfülle und der Komplexität, oftmals mit einem Anspruch auf kurzfristige Erfüllung auf der anderen Seite, erfährt die Arbeitsorganisation einen zunehmenden Stellenwert. Gleichzeitig birgt dieses „Allzeit erreichbar sein“ die Gefahr einer mangelnden Organisation und Planung, da man sowieso immer erreichbar ist. Das fördert nicht unbedingt die Sensibilität für versteckte "Zeitfresser" und ergebnisorientiertes Arbeiten, sondern eher ineffektive Arbeitsabläufe. Dieses ungeplante kurzfristige Agieren unterstützt nicht immer eine optimale Vereinbarkeit, denn mit einer guten Organisation kann man fast alles bewältigen! Eine Optimierung der Arbeitsorganisation dient u. a. der Entlastung der Beschäftigten, reduziert die Stressbelastung , fördert einen planbaren und effizienten Ressourceneinsatz und erzielt eine breitere Streuung von Verantwortung und Selbstregulation im Team sowie ergebnisorientierte Arbeitsprozesse.

Leitfragen

  • Kann der Aufgabenzuschnitt / Arbeitsablauf optimiert werden und gleichzeitig die Interessen der Beschäftigten besser berücksichtigt werden?

  • Können Aufgaben priorisiert werden, um durch Stressreduktion eine bessere Vereinbarkeit zu erzielen?

  • Kann die zeitliche Abfolge je nach Wichtigkeit optimiert werden und damit eine Entlastung erfolgen?

  • Können Qualitätsmängel durch eine verbesserte Organisation reduziert werden?

  • Können in gewissen Lebensphasen Aufgabeninhalte neu zugeteilt werden?

  • Können Aufgabenfelder delegiert werden?

  • Lassen sich Arbeitsinhalte detailliert(er) planen? Kann damit die Einsatzplanung für die Beschäftigten verbessert werden?

  • In welchen Führungsrunden können Arbeitsumfang und -inhalte im Hinblick auf familiäre Belange erörtert und vereinbart werden?

  • Welche Mitarbeitergruppen sind bei einer Reorganisation von Arbeitsabläufen zu beteiligen?

  • Wie können Beschäftigte, die ihre Arbeit den familiären Bedürfnissen entsprechend selbst organisieren wollen, durch den Betrieb unterstützt werden?

  • Welche Vertretungsregelungen sind erforderlich?

  • Sollten Teams umstrukturiert oder vergrößert werden, um die Vertretungsmöglichkeiten auszuweiten?

  • Wer kann wen und wie qualifizieren, damit auf kurzfristige, familiär bedingte Veränderung der Arbeitszeit besser reagiert werden kann?

  • Sind geeignete Mittel und Wege zur Information der Beschäftigten und zur Kommunikation untereinander vorgesehen?

© Fauth-Herkner & Partner
zuletzt geändert am 
23.12.2009
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