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Arbeitszeitmodelle in der Übersicht |
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Abendschichten und flexible Teilzeitschichten | ^ | Abendschichten und flexible Teilzeitschichten werden dann eingesetzt, wenn die Ausweitung um eine volle Schicht nicht sinnvoll ist. Sie dienen in erster Linie der Verlängerung der Betriebszeit, z. B. wenn die Betriebszeit von 8 auf 12 Stunden erhöht wird oder die Öffnungszeiten ausgeweitet werden. Flexible Teilzeitschichten werden beispielsweise zur Ergänzung von Zeiten mit hohem Arbeitsanfall oder zur Überbrückung von Pausenzeiten eingesetzt. |
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Voraussetzungen: |
Schichtbetrieb Chancen: Verlängerung der Betriebszeit, intensivere Nutzung der Produktionsanlagen |
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| Kritische Aspekte: | Erhöhter Organisationsaufwand, bei Einsatz zusätzlicher Teilzeitschichten müssen ausreichend Arbeitsplätze vorhanden sein (s. auch Teilzeit allgemein) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Altersteilzeit | ^ | Das Altersteilzeitgesetz richtet sich an Arbeitnehmer/innen ab Vollendung des 55. Lebensjahres. Bei Vereinbarung einer Altersteilzeitregelung wird die Arbeitszeit über den Gesamtzeitraum der Regelung halbiert, wobei die Versicherungspflichtgrenze der Arbeitslosenversicherung nicht unterschritten werden darf. Die Vereinbarung ist so abzufassen, dass die Altersteilzeit zumindest bis zum frühestmöglichen Zeitpunkt reicht, zu dem der Arbeitnehmer eine Altersrente beanspruchen kann. Der Arbeitgeber stockt das Arbeitsentgelt steuer- und sozialabgabenfrei um mindestens 20 % auf, so dass der Arbeitnehmer mindestens 70 % des vorherigen Nettoentgelts erhält. Darüber hinaus leistet das Unternehmen Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung entsprechend 90 % der vorherigen Bezüge. Diese Aufstockungsbeträge erstattet das Arbeitsamt (für höchstens fünf Jahre), sofern eine als arbeitslos gemeldete Person eingestellt oder ein Auszubildender übernommen wird. Für Kleinunternehmen bis zu 50 Arbeitnehmern gilt eine erleichterte Wiederbesetzung. Beliebt sind insbesondere Blockmodelle, bei denen sich an die Arbeitsphase ohne gleitenden Übergang die Freizeitphase anschließt. |
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| Voraussetzungen: | Einhaltung der Altersgrenzen, Einstellung eines Arbeitslosen bzw. Übernahme eines Auszubildenden | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Chancen: | Verjüngung der Belegschaft, gleitender Übergang in den Ruhestand, finanzieller Anreiz zur Arbeitszeitreduzierung | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Kritische Aspekte: |
Verwaltungsaufwand (Nachweis der Neueinstellung / Übernahme) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Arbeit auf Abruf | ^ | Der Mitarbeiter erbringt die Arbeitsleistung entsprechend dem kurzfristig vorhergesehenen Arbeitsanfall. Eine bestimmte Dauer der Arbeitszeit wird i.d.R. vertraglich vereinbart. Wenn die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit nicht festgelegt ist, gilt eine Arbeitszeit von zehn Stunden als vereinbart (§ 12TzBfG). |
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| Voraussetzungen: | Geringe Einarbeitungszeiten, z.B. auch nach längeren Freizeitblöcken | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Chancen: | Ausgleich von Stoßzeiten, „Zusatzeinkommen“ bei geringen zeitlichen Einsatzmöglichkeiten | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kritische Aspekte: | Anrechnung von Feiertagen, Urlaubs- und Krankheitstagen, Ankündigungsfristen und Planungssicherheit für Mitarbeiter | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Halbtagesarbeit | ^ | Bei der Halbtagesarbeit handelt es sich wohl um das bekannteste Teilzeitmodell. Die individuelle Arbeitszeit wird auf die Hälfte reduziert. Die Lage der Arbeitszeit ist i.d.R. vormittags oder nachmittags an fünf Tagen in der Woche. Halbtagsarbeit ist damit eine recht starre Form der Arbeitszeitflexibilisierung. |
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| Voraussetzungen: | Stellenzuschnitt mit etwa hälftigem Arbeitsaufkommen bzw. Stellenbesetzung mit zwei Halbtagskräften, funktionierende Kommunikation und Übergaben | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Chancen: | Höheres Konzentrationsvermögen aufgrund der kürzeren Tagesarbeitszeit | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kritische Aspekte: | Starres Modell, das bedarfgerechte Einsatzplanung erschwert, Besetzung des Arbeitsplatzes am Nachmittag oft kritisch (s. auch Darstellung zu „Teilzeitarbeit“ generell) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Individuelle Arbeitszeit | ^ | Die vertragliche Arbeitszeit wird reduziert, während weiterhin Vollzeit gearbeitet wird. Die „überschüssigen“ Stunden werden zu zusätzlichen freien Zeiten. |
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| Voraussetzungen: | Rechtzeitige und transparente Personaleinsatzplanung, funktionierende Teamabsprachen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Chancen: | Bessere Vereinbarkeit von work & life (z.B. Überbrückung der Schulferien oder Wahrnehmung von Weiterbildungen) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kritische Aspekte: | Organisation / Einplanung einer Vertretung zusätzlich zu Urlaubsansprüchen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Jahresarbeitszeit | ^ | Das Modell der Jahresarbeitszeit (auf Voll- oder Teilzeitbasis) zielt auf die Anpassung der Mitarbeiterkapazität an den Arbeitsanfall im Jahresverlauf. Planungsgrundlage sind betrieblichen Analysen des Arbeitsanfalls. Ein Teil der Arbeitszeit wird durch den Arbeitsanfall vorgegeben. Spielraum besteht bei Tätigkeiten, die nicht unmittelbar erledigt werden müssen sowie aufgrund von Tauschmöglichkeiten untereinander. Jahresarbeitszeit kann als Rahmenmodell vereinbart und nach Bedarf in den Abteilungen ausgestaltet werden oder nur für einzelne Abteilungen mit schwankendem Arbeitsanfall bzw. projektbezogener Arbeit gelten. |
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| Voraussetzungen: | (Tarif-)recht lässt Jahresarbeitszeit zu | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Chancen: | Anpassung an Arbeitsspitzen und –täler, Rückgang von Überstunden, gleichmäßigere Auslastung der Mitarbeiter | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kritische Aspekte: | Notwendigkeit der aktiven Planung und Steuerung, damit Planbarkeit für die Mitarbeiter gegeben ist und das Zeitbudget eingehalten werden kann. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Job-Sharing | ^ | Job-Sharing ist Partner-Teilzeit. Charakteristisch für Job-Sharing ist, dass zwei oder mehrere Arbeitnehmer als Gemeinschaft einen oder mehrere Arbeitsplätze unter sich teilen. Die Partner können Dauer und Lage ihrer individuellen Arbeitszeiten selbst festlegen. Solange sie sich untereinander einigen, sind innerhalb des für Vollzeitbeschäftigte geltenden Arbeitszeitrahmens alle Möglichkeiten individueller Arbeitszeitverteilung gegeben. Vorteil für die Mitarbeiter ist die Flexibilität hinsichtlich Lage und Verteilung der individuellen Arbeitszeiten. Eine wesentliche Voraussetzung ist, dass die „Chemie“ zwischen den beiden Job-Sharing-Partnern stimmt. Anfangs können zusätzliche Übergabezeiten anfallen, die sich durch eine gute Organisation reduzieren lassen. Stellvertreterregelungen können vertraglich vereinbart werden. |
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| Voraussetzungen: | Planungs- und Organisationsvermögen der Job-Sharing-Partner, stimmige „Chemie“, klare Absprachen bei geteilter Verantwortung (z. B. „Federführung“) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Chancen: | Zusätzliches Know-How, Synergie, Ermöglichung flexibler Einzelabsprachen, bei erhöhtem Arbeitsanfall Möglichkeit der „doppelten Kapazität“ – Flexibilität, bessere Vertretungsmöglichkeiten im Urlaubs- und Krankheitsfall, Fach- und Spezialwissen bleibt bei Ausscheiden einer Kraft erhalten | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kritische Aspekte: | Erhöhte Informations- und Kommunikationsanforderungen, Neubesetzung bei Kündigung eines Job-Sharing-Partners oft schwierig | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Langzeitkonten / Lebensarbeitzeitkonten | ^ | Das Langzeitkonto dient der Anpassung der Arbeitszeit an Schwankungen im Arbeitsanfall, die über die Jahresarbeitszeit hinaus gehen, und der Erhöhung der Flexibilität über das gesamte Arbeitsleben. Es werden Plusstunden angespart, damit in Lebensphasen, in denen z.B. mehr Zeit für die Familie oder für Weiterbildung gewünscht wird, die Arbeitszeit unter Beibehaltung eines gleichmäßigen Gehalts reduziert werden kann. Langzeitkonten ermöglichen auch einen früheren gleitenden Übergang in die Rente. |
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| Voraussetzungen: | Tarifvertrag muss Langzeitkonten zulassen, Vereinbarung von Ankündigungsfristen für Entnahmen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Chancen: | Erhöhung der Flexibilität für Betrieb und Beschäftigte, Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kritische Aspekte: | Versuchung zum „Stunden-Hamstern“, daher Steuerung der Arbeitszeit erforderlich, Regelungsbedarf hinsichtlich Zugriffsmöglichkeiten, etwaiger Verzinsung, Insolvenzsicherung (§ 7a „Flexi-Gesetz“) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Modulare Arbeitszeit | ^ | Die Betriebszeit (Tag, Woche, Monat oder Jahr) wird in Zeitblöcke (Module) aufgeteilt. Die Beschäftigten teilen die Module unter Einhaltung der betrieblichen Besetzungsvorgaben beliebig untereinander auf. Die Modulare Arbeitszeit ist auf Vollzeit- wie auf Teilzeitbasis möglich. Außer zur Betriebszeiterweiterung ist die Modulare Arbeitszeit besonders geeignet, die Besetzung bedarfsgerecht zu differenzieren, wenn ein Bereich nicht zu jeder Tages- und Wochenzeit gleichmäßig besetzt sein soll. |
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| Voraussetzungen: | Personaleinsatzplanung aufbauend auf Arbeitsanfallanalysen und Mindestbesetzungen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Chancen: | Bedarfsgerechter Personaleinsatz und Wahlmöglichkeit für die Arbeitnehmer, Ausgleich von Stoßzeiten, erleichterte Einplanung von Teilzeitkräften | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kritische Aspekte: | ggf. Regelung zu Mindestarbeitszeiten, Besetzung unattraktiver Zeitmodule | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Roulierende Wochenarbeit | ^ | Durch einen roulierenden freien Tag können Betriebszeit und individuelle Arbeitszeit entkoppelt werden. Arbeitsplätze können beispielsweise trotz einer 4-Tage-Woche an fünf Tagen besetzt werden. Die roulierende Wochenarbeit dient in erster Linie einer gerechten Verteilung der Arbeitszeit unter Einbeziehung des Samstags. Beispiel: Die erste Freizeitgruppe hat am Montag frei, die zweite am Dienstag, die dritte am Mittwoch, die vierte am Donnerstag, die fünfte am Freitag und dann wieder am Montag, so dass jede Gruppe alle vier Wochen ein langes Wochenende hat. |
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| Voraussetzungen: | Personaleinsatzplanung, oft Schichtarbeit | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Chancen: |
Verlängerung der Betriebszeiten, vorausschaubare freie Tage, gerechtere Verteilung der freien Tage über die Woche | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kritische Aspekte: | Das Modell ist relativ starr | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Sabbatical | ^ | Bei einem Sabbatical erwirkt der Mitarbeiter durch Gehaltsverzicht oder durch den Aufbau von Plusstunden einen Freizeitanspruch, den er als Freizeitblock von z. B. drei Monaten oder einem Jahr nehmen kann. Während des gesamten Zeitraums bleibt sein Einkommen konstant. |
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| Voraussetzungen: | Vereinbarung von Ankündigungsfristen, Richtlinien für Freizeitentnahmemöglichkeiten, Anrechnung von Krankheit während eines Sabbaticals (Empfehlung: Durchschnittsprinzip) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Chancen: | Mitarbeiter-Motivation, Steigerung des Kreativitätspotenzials, Verhindern von Burn-Out | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kritische Aspekte: |
Organisation / Einplanung einer Vertretung zusätzlich zu
Urlaubsansprüchen; Bildung von Rückstellungen bei Einrichtung längerfristiger Zeitkonten (s. Langzeitkonto) |
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Telearbeit | ^ | Mitarbeiter stehen in einem festen Anstellungsverhältnis, erledigen jedoch zumindest einen Teil ihrer Arbeit vom heimischen Arbeitsplatz aus. Dabei nutzen sie moderne Kommunikationsmittel wie Computer, Fax und Telefon. Inhalte, Ziele und Terminvorgaben erfolgen in Absprache mit dem Betrieb oder im Team. Beliebt ist die alternierende Telearbeit, bei der der Mitarbeiter zum Teil zu Hause und zum Teil im Unternehmen arbeitet. Das Unternehmen hält einen Arbeitsplatz für ihn vor, den er mit Kollegen teilt. |
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| Voraussetzungen: |
Selbstdisziplin des Mitarbeiters, gute Kommunikationsfähigkeit,
ergebnisorientiertes Führen, Einrichtung eines geeigneten Arbeitsplatzes zu Hause |
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Chancen: |
Freie Gestaltung der Arbeitszeit, konzentrierteres und effektiveres
Arbeiten, da weniger Störungen, Reduzierung von Wegezeiten für Mitarbeiter und von Bürofläche für das Unternehmen |
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| Kritische Aspekte: | Kommunikation und Führung, Einbindung ins Unternehmen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Teilzeitarbeit | ^ | Unter Teilzeitarbeit ist jedes Arbeitsverhältnis zu verstehen, dessen zeitlicher Umfang unterhalb der betrieblichen Regelarbeitszeit vereinbart wird. Sie ist eine individualvertragliche Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich. Je nach Wunsch des Mitarbeiters und nach dem betrieblichen Bedarf können Lage und Verteilung der Arbeitszeit beliebig gestaltet werden. Zur Förderung von Teilzeitarbeit trat ab 01.01.2001 das Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge in Kraft. |
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| Voraussetzungen: | Arbeitsaufgabe lässt Teilzeit zu (zeitliche Entkoppelung oder Vertretung möglich) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Chancen: |
Erhöhung der Flexibilität für Betrieb und Beschäftigte, Steigerung von
Motivation, Produktivität und Mitarbeiterleistung, bessere Vereinbarkeit
von work & life, Beruf und Familie Reduktion von Fehlzeiten und Fluktuation, Bindung und Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern |
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| Kritische Aspekte: | Übergabe des Arbeitsplatzes, erhöhte Informations- und Kommunikationsanforderungen, Transparenz der Anwesenheitszeit nach innen (Mitarbeiter) und außen (Kunden, Lieferanten etc.), steigende Fort- und Weiterbildungskosten, leicht erhöhter Verwaltungsaufwand (Gehaltsabrechnungen, Beurteilungen etc.) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Turnusteilzeiten | ^ | Die Turnusteilzeiten werden nach einem gewissen Arbeitszeitrhythmus verteilt, z.B. eine Woche als Vollzeitkraft, eine Woche frei, oder die Woche wird geteilt: erste Woche Montag bis Mittwoch, zweite Woche Mittwoch bis Freitag. |
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| Voraussetzungen: | Arbeitsaufgabe lässt Teilzeit zu (zeitliche Entkoppelung oder Vertretung möglich) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Chancen: | Bedarfsgerechter Personaleinsatz | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kritische Aspekte: | Übergaben, Information und Kommunikation, Absprache im Team | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Vertrauensarbeitszeit | ^ | Vertrauensarbeitszeit beinhaltet zunächst den Wegfall der (elektronischen) Zeiterfassung mit dem Ziel, eine Vertrauenskultur und unternehmerisch denkende Mitarbeiter zu entwickeln. Im allgemeinen wird davon ausgegangen, dass der Mitarbeiter seine vertraglich vereinbarte Arbeitszeit managt. Abweichungen in einem gewissen Rahmen (z. B. eine halbe Stunde pro Tag wie im Praxisbeispiel der Rasselstein Hoesch GmbH) gleicht er in Absprache mit dem Team eigenständig aus. Die Vertrauensarbeitszeit soll dem „Hamstern“ von Plusstunden und dem „Minuten-Denken“ der Mitarbeiter entgegenwirken und Kosten für die Zeiterfassung sparen. Bei der Vereinbarung einer Vertrauensarbeitszeit ist die Aufzeichnungspflicht nach § 16 Abs. 2 des Arbeitszeitgesetzes zu berücksichtigen. |
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Voraussetzungen: |
Vertrauenskultur Chancen: Förderung der Ergebnisorientierung und der Eigenverantwortung |
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| Kritische Aspekte: |
Ausreichende Personalkapazitäten, damit Vertrauensarbeitszeit nicht
zulasten der Mitarbeiter geht, wenig geeignet bei lang dauernden
Arbeitsspitzen und –tälern, bei denen ein kurzfristiger Ausgleich nicht
möglich ist, oft erfolgt weiterhin manuelle Zeiterfassung durch Mitarbeiter, Vertrauensarbeitszeit ersetzt nicht die Planung und Steuerung der Arbeitszeit |
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Vier-Tage-Woche | ^ | Die Vier-Tage-Woche auf Voll- oder Teilzeitbasis wird oft seitens der Mitarbeiter gewünscht (insbesondere bei langen Anfahrtswegen ins Unternehmen). Das Modell kann mit einem „rollenden“ freien Tag oder flexibel im Rahmen einer Personaleinsatzplanung gestaltet werden. Bekannt wurde das Modell vor allem durch die Einführung bei VW, wo die Arbeitszeit kollektiv im Rahmen eines Haustarifvertrages auf vier Tage (mit 28,8 Stunden pro Woche) gekürzt wurde. |
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| Voraussetzungen: | Personaleinsatz bleibt trotz zusätzlicher freier Tage beweglich, erfolgreiche Teamabstimmung, transparente Personaleinsatzplanung | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Chancen: | Beschäftigungssicherung durch kollektive Arbeitszeitreduzierung, für viele Beschäftigte hoher Freizeitnutzen, Reduzierung der wöchentlichen Fahrtzeiten und -kosten | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kritische Aspekte: | Oftmals nicht arbeitsanfallgerechter Einsatz, sondern Personalausdünnung an beliebten freien Tagen (z. B. Freitag) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Zeitautonome Arbeitsgruppe | ^ | Das Modell der zeitautonomen Arbeitsgruppe ist gewissermaßen eine Erweiterung des Job Sharing-Prinzips. In der zeitautonomen Arbeitsgruppe regeln die Mitglieder der Arbeitsgruppe im Team Dauer und Lage ihrer Arbeitszeit in eigener Kompetenz. Unter Berücksichtigung bestimmter betrieblicher Vorgaben (z. B. minimale Präsenz- oder Ansprechzeiten, Lieferfristen, Durchlaufzeiten etc.) organisieren die Beteiligten die Verteilung der Arbeit untereinander und den zeitlichen Ablauf der Tätigkeiten selbst. Der Kompetenzumfang kann dabei erheblich variieren. Das Spektrum reicht von der einfachen Regelung individueller Anwesenheiten (Gruppenabsprache zur Erfüllung vorgegebener Präsenzanforderungen) bis hin zur Bestimmung der täglichen Arbeitszeiten, der wöchentlichen Einsatzplanung, der Urlaubsregelung und der Arbeitszeitverteilung im Jahresverlauf. |
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| Voraussetzungen: | Hohe Eigenverantwortung der Mitarbeiter, funktionierende Teams | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Chancen: | Partnerschaftliche Vertrauensorganisation, erhöhte Gestaltungschancen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kritische Aspekte: | Anfangs erhöhte Koordination für den Vorgesetzten, nach und nach Delegation, ggf. sozialer Druck | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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