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> Themen > Arbeits(zeit)management > Langzeitkonten |
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Arbeits(zeit)management |
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Langzeitkonten Ausdehnung des Zeithorizonts: In vielen Betrieben steigen die Anforderungen nach Ausdehnung der zeitlichen Gestaltungsmöglichkeiten auf die Dauer von über einem Jahr. Während Jahresarbeitszeitkonten Schwankungen im Jahresverlauf auffangen, dient die Einführung von Langzeitkonten der Abfederung von längerfristigen Auftragsschwankungen bzw. der Ausweitung des individuellen Gestaltungsspielraums für die Mitarbeiter. Für die Mitarbeiter bieten Langzeitkonten die Möglichkeit einer „lebensphasengerechte Arbeitszeit“: Beispielweise sparen sie in jungen Jahren Zeitguthaben an, um in Phasen hoher familiärer Beanspruchungen (z.B. Geburt von Kindern, Pflege von Angehörigen) weniger zu arbeiten und statt eines Gehaltsverzichts Stunden aus dem Langzeitkonto zu entnehmen. Die Verwendung der Zeitguthaben in Form größerer Freizeitblöcke für Weiterbildungen oder Hobbys (z.B. eine Weltreise) erfreut sich ebenfalls zunehmender Beliebtheit. So besteht für den Arbeitgeber die Chance, gut ausgebildete Kräfte ans Unternehmen zu binden und ihren Wünschen entgegen zu kommen. Langzeitkonten können auch einen Beitrag zur Stabilisierung der Beschäftigung leisten, vorausgesetzt dass ein arbeitgeberseitiger Zugriff zulässig ist: Bei andauernden Auftragsrückgängen kann die Arbeitszeit ohne Änderung der Arbeitsverträge kollektiv reduziert werden, die Gehaltszahlungen bleiben gleich und die anfallenden Minusstunden werden mit dem Langzeitkonto verrechnet. Schließlich bieten Langzeitkonten Chancen für einen gleitenden
Übergang in den Ruhestand. Das Ansparen von Guthaben in
Lebensabschnitten, in denen die körperlichen Kräfte es zulassen,
ermöglicht einen früheren Ausstieg aus dem Berufsleben bei Beibehaltung
der Bezüge. Den Betrieben ermöglicht es eine Verjüngung der Belegschaft.
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